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3. Service und Einstellungen

3.2. Austausch des Fräsers und Kalibrierung

3.2.1. Allgemeine Beschreibung

Der Zugriff auf das Kalibrierungsmenü erfolgt über das Menü SERVICE auf dem Startbildschirm.

Es stehen drei unabhängige Optionen zur Verfügung:

  • Fräserwechsel und Kalibrierung – vollständiger Vorgang, der den Ausbau des verschlissenen Fräsers, den Einbau eines neuen Fräsers und anschließend die Kalibrierung umfasst.
  • Kalibrierung mit dem vorhandenen Fräser – Verfahren ohne Austausch des Fräsers.
  • Details der letzten Kalibrierung – Anzeige der gespeicherten Parameter des Kalibrierungsverfahrens.

Der detaillierte Ablauf des gesamten Verfahrens (mit Fräserwechsel) wird im weiteren Verlauf dieses Kapitels beschrieben.

Die Kalibrierung mit dem vorhandenen Fräser erfolgt in denselben Schritten, mit folgenden Unterschieden:

  • prozesse im Zusammenhang mit der Demontage und Montage des Fräsers werden übersprungen
  • die Zähler für den Verschleiß der Fräser werden nicht zurückgesetzt.

Die Kalibrierungsoption mit dem vorhandenen Fräser sollte verwendet werden, wenn trotz des guten technischen Zustands des Fräsers eine merkliche Verschlechterung der Bearbeitungsgenauigkeit festgestellt wird.

Warnung

Wenn der Benutzer einen der Prozesse während der Kalibrierung unterbricht, wird der Vorgang abgebrochen und muss mit einem neuen Rohling von vorne begonnen werden.

Gefahr

Das Fräsen von Profilen nach dem Austausch des Fräsers ohne vollständige Kalibrierung und Aufzeichnung der Ergebnisse ist nicht zulässig. Dies führt zu ungenauen Abmessungen der gefrästen Profile und zu einer Beschädigung des Fräsers.


3.2.2. Erforderliche Werkzeuge und Materialien

Für die Durchführung des Verfahrens werden folgende Werkzeuge (im Zubehörkasten der Maschine enthalten) und Materialien benötigt:

  • neuer Fräser X-KEY
  • sicherungsstift mit einem Durchmesser von 3 mm
  • 2,5-mm-Inbusschlüssel
  • spezieller Schlüsselrohling mit eingeprägter Ziffer „1” und einer Dicke von 2,45 mm
  • pinsel

Info

Wenn die Kalibrierung ohne Austausch des Fräsers durchgeführt wird, muss ebenfalls ein spezieller Schlüsselrohling mit der eingeprägten Ziffer „1” verwendet werden.


3.2.3. Startprozesse

Zu Beginn des Vorgangs werden automatisch die folgenden Initialisierungsprozesse gestartet:

  • basis,
  • schnelltest der Messsonde,
  • überprüfen Sie, ob sich der Schlüssel in der Scaneinheit befindet.

Bei Feststellung von Unstimmigkeiten wird eine entsprechende Warnmeldung mit einer Beschreibung des Problems angezeigt.

Eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Prozesse finden Sie im Kapitel 2.3. Achsenbewegungsfunktionen.


3.2.4. Montage eines neuen Fräsers

Die Maschine bringt die Fräseinheit in die Serviceposition und zeigt eine Meldung an, dass ein neuer Fräser eingesetzt werden muss. Führen Sie nun die folgenden Schritte aus:

1.
Stecken Sie den Sicherungsstift in die Abdeckung der Fräsaufnahme an der mit einem roten Aufkleber mit dem Zeichen „S” gekennzeichneten Stelle und schieben Sie ihn dann weiter in die Durchgangsbohrung in der Spindel (möglicherweise muss die Spindel von Hand gedreht werden, um die richtige Position zu erreichen). Der richtig eingesetzte Sicherungsstift sollte vollständig durch die Öffnung in der Spindel hindurchragen und über den Außenumriss der Fräsaufnahme hinausragen, damit er abgestützt ist.

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2.
ACHTUNG! Die Befestigungsschraube des Fräsers hat ein „LINKSGEWIND”, zum Lösen muss sie mit einem Inbusschlüssel nach rechts (im Uhrzeigersinn) gedreht werden. Lösen Sie die Befestigungsschraube des Fräsers und dessen Druckelement mit einem 2,5-mm-Inbusschlüssel. Nach dem Lösen der Schraube und deren Herausziehen zusammen mit dem Druckelement ziehen Sie den Fräser vorsichtig aus der Spindelhalterung heraus. Der abgenutzte Fräser ist zu entsorgen.

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3.
Reinigen Sie die von der Maschine demontierten Teile (Schraube mit Federscheibe und Druckstück) sowie die Spindelspitze, an der der Fräser befestigt ist, gründlich mit einer Bürste.

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4.
Der neue X-KEY-Fräser muss vorsichtig auf den Spindelhalter aufgesteckt werden. Achten Sie dabei auf die richtige Ausrichtung und Richtung der Zähne – die Richtung der auf dem Fräser eingravierten Pfeile muss mit den roten Pfeilen im Inneren der Fräsaufnahme übereinstimmen (der Fräser dreht sich nach rechts und die Zähne müssen ebenfalls nach rechts zeigen).

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5.
Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, vergewissern Sie sich, dass der Fräser richtig auf dem Spindelhalter sitzt und seine Rückseite vollständig an der Spindelebene anliegt.

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6.
Schrauben Sie die Schraube mit der Federscheibe und dem aufgesetzten Druckelement durch Drehen nach links (gegen den Uhrzeigersinn) wieder fest. Zum Festziehen der Schraube ist eine Kraft aufzubringen, die den neuen Fräser und das Druckelement in der richtigen Position arretiert. Es darf keine zu große Kraft angewendet werden, um die Fräserelemente nicht zu beschädigen.

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7.
Ziehen Sie den Sicherungsstift aus der Maschine heraus und vergewissern Sie sich, dass alle Schritte korrekt ausgeführt wurden und sich kein Gegenstand in der Fräsaufnahme befindet. Erst dann können Sie die Abdeckung der Fräsaufnahme schließen und auf dem Bedienfeld die Option zum Fortfahren auswählen.

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8.
Die Maschine zeigt eine Erinnerung zum Entfernen des Sicherungsstifts an. Vergewissern Sie sich, dass dieser Schritt ausgeführt wurde, und bestätigen Sie erst dann die Meldung.

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Warnung

Das Zurücklassen des Sicherungsstifts in der Wartungsöffnung oder der Spindel ist unzulässig und führt zu einer Beschädigung des Geräts.


3.2.5. Einlegen des Rohmaterials in die Fräseinheit

Die Maschine positioniert die Fräseinheit automatisch in einer Position, die die Montage des Schlüsselrohlings erleichtert.

Die Montage des Rohmaterials muss gemäß dem in Kapitel 1.5. Fräseinheit beschriebenen Verfahren erfolgen. Nach der Befestigung muss dieser Vorgang auf dem Bedienfeld bestätigt werden.

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Info

Für diesen Prozess ist Schlüsselrohling mit der eingeprägten Ziffer „1” auf dem Kopf zu verwenden. Es handelt sich um ausgewählte Rohlinge, deren Verwendung korrekte Kalibrierungsergebnisse gewährleistet.

Warnung

Die Verwendung eines anderen als des speziell für die Kalibrierung vorgesehenen Rohmaterials kann zu fehlerhaften Prozessergebnissen führen und somit die Genauigkeit der Schlüsselprofilwiedergabe beeinträchtigen.


3.2.6. Messung und Überprüfung des Rohmaterials

Die Messung erfolgt automatisch. Dabei ermittelt die Maschine mit Hilfe eines rotierenden Fräsers die Position und die Abmessungen des befestigten Rohmaterials.

Nach Abschluss der Messung überprüft die Maschine die Ergebnisse und fährt mit dem nächsten Prozess fort, wenn diese im zulässigen Bereich liegen.

Warnung

Wenn die Messergebnisse außerhalb des zulässigen Bereichs liegen, wird eine Warnung angezeigt. Es wird empfohlen, den Vorgang abzubrechen und von vorne zu beginnen, um zu überprüfen, ob alle Schritte korrekt und gemäß den Anweisungen durchgeführt wurden.


3.2.7. Kalibrierfräsen

Das Kalibrierfräsen ist ein vollautomatischer Prozess und wird für beide Seiten des Schlüssels ohne Eingreifen des Benutzers durchgeführt. Der aktuelle Fortschritt wird auf dem Bildschirm des Bedienfelds angezeigt.

Nach Beendigung des Fräsvorgangs positioniert die Maschine die Fräseinheit automatisch in eine Position, die das Entnehmen des Schlüssels erleichtert, und zeigt eine entsprechende Meldung an. Der Schlüssel muss entnommen und die Meldung auf dem Bildschirm bestätigt werden, um zum nächsten Schritt zu gelangen.

Info

In dieser Phase darf der gefräste Schlüssel nicht in die Scaneinheit eingelegt werden.

Warnung

Das Öffnen der Fräsbuchse oder das Abbrechen des Vorgangs am Bedienfeld unterbricht den Kalibrierungsvorgang. In diesem Fall kann das verwendete Rohmaterial nicht wiederverwendet werden!


3.2.8. Kontrolle der Scaneinheit

Die Kontrolle der Scaneinheit dient zur Überprüfung des technischen Zustands und der Sauberkeit der für die Messung während des Kalibrierungsvorgangs verantwortlichen Elemente.

Dieser Prozess nutzt die in Kapitel 3.3. Tests und Diagnose beschriebene Funktion zum Testen der Scaneinheit, mit dem Unterschied, dass nach Abschluss des Tests die Möglichkeit besteht, zur nächsten Stufe überzugehen, anstatt den Test zu wiederholen.

Warnung

Wenn die Testwerte den zulässigen Bereich überschreiten und der Benutzer beschließt, fortzufahren, wird eine Warnmeldung angezeigt. Es wird empfohlen, die Elemente der Scaneinheit zu reinigen, indem Sie die entsprechende Option auf dem Bedienfeld auswählen. Das Ignorieren der Warnung ist möglich, es ist jedoch zu beachten, dass dies zu einem fehlerhaften Ablauf des Kalibrierungsvorgangs führen kann.


3.2.9. Reinigung des Schlüssels und Einsetzen in die Scaneinheit

Der Schlüssel mit der ausgeführten Kalibrierungsfräsung muss mit einer Bürste gründlich von allen Spänen und Verunreinigungen gereinigt werden (zusätzlich wird die Verwendung von Waschbenzin empfohlen). Dies ist für den ordnungsgemäßen Ablauf des weiteren Kalibrierungsprozesses erforderlich.

Anschließend muss der Schlüssel gemäß den folgenden Anweisungen in die Scaneinheit eingesetzt werden:

  • Stellen Sie sicher, dass die Elemente, die die richtige Positionierung des Originalschlüssels unterstützen, sich in ihrer Standardposition befinden (nicht hervorstehen).
  • Der obere Anschlag (die sogenannte Basis) sollte nach rechts zeigen – in Richtung des Elements, das den Scanbereich anzeigt.
  • Die zusätzliche Nut unterhalb der Kalibrierungseinschnitte dient zur Festlegung der richtigen Position durch das Feststellelement des beweglichen Teils der Klemme der Scaneinheit. Diese Nut ist nur auf der Vorderseite des Rohmaterials angebracht.

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Nach dem korrekten Einsetzen des Schlüssels muss die Meldung auf dem Bedienfeld bestätigt werden. Die Maschine fährt automatisch mit dem nächsten Schritt des Vorgangs fort.

Warnung

Die Verwendung von rotierenden Bürsten, insbesondere aus Metall, zum Reinigen des Schlüssels ist verboten. Dies kann zu Beschädigungen der Kalibrierungsflächen und damit zu fehlerhaften Ergebnissen des Kalibrierungsvorgangs führen.


3.2.10. Kalibrierscannen

Der Kalibrierscanvorgang erfolgt vollautomatisch und umfasst beide Seiten des Schlüssels. Es ist kein Eingreifen des Benutzers erforderlich.

Auf dem Bildschirm des Bedienfelds wird der aktuelle Fortschritt des Scanvorgangs angezeigt.

Warnung

Wenn die Maschine die Kalibrierungsschnitte nicht richtig erkennen kann, wird eine Warnmeldung angezeigt. Die häufigste Ursache ist eine unzureichende Reinigung des Schlüssels oder eine falsche Positionierung des Schlüssels, weil zusätzliche Stützpunkte in der Klemme der Scaneinheit hervorstehen. Um fortzufahren, entfernen Sie den Schlüssel aus der Scaneinheit, bestätigen Sie die Warnmeldung und befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.


3.2.11. Beenden des Vorgangs und Speichern der Werte

Nach dem Scannen wird auf dem Bildschirm des Bedienfelds eine Meldung angezeigt, die die erfolgreiche Kalibrierung bestätigt.

Der Kalibrierungsvorgang ist abgeschlossen, nachdem der Benutzer die Speicherung der Ergebnisse bestätigt hat.

Vor der Freigabe der Ergebnisse können detaillierte Kalibrierungsparameter angezeigt werden. Wählen Sie dazu die Option „Details anzeigen”.

Tipp

In dieser Phase kann auch der Kalibrierungsscanvorgang wiederholt werden. Dies kann beispielsweise hilfreich sein, wenn festgestellt wird, dass der Kalibrierungsschlüssel nicht ausreichend gereinigt wurde. In diesem Fall sollte die verfügbare Rücktrittsoption genutzt und der Scanvorgang wiederholt werden.

Warnung

Wenn einer der Kalibrierungsparameter die zulässigen Werte überschreitet, zeigt die Maschine eine Warnung mit einer Handlungsempfehlung an. Es wird empfohlen, den Schlüssel gründlicher zu reinigen und den Scanvorgang zu wiederholen. Obwohl es möglich ist, solche Ergebnisse zu speichern, wird davon dringend abgeraten, da dies zu einer Verringerung der Präzision der gefertigten Profile und zu Fehlern im weiteren Betrieb der Maschine führen kann.